Vorsorgevollmacht   Betreuungsverfügung

Patientenverfügung

Für die Erstellung einer Patientenverfügung gibt es zwar keine Formvorschriften, es muss für die Person, die die Verfügung — u. U. Jahre nach Abfassung — in die Hand bekommt aber zweifelsfrei sein, dass Sie das so geschrieben und auch so gewollt haben und dass Sie damals geschäftsfähig waren. Eine Möglichkeit ist, die Verfügung vollständig mit der Hand zu schreiben und zu unterschreiben. Wenn Sie die Vollmacht mit Schreibmaschine oder Computer erstellen oder wenn eine andere Person den Text schreibt, sollte bei Ihrer Unterschriftsleistung in jedem Fall eine Person zugegen sein, die in der Gesellschaft gutes Ansehen genießt (Hausarzt, Pfarrer, Ortsgericht u.ä.) und die mit eigener Unterschrift den ordnungsgemäßen Vorgang bestätigt.Dieses empfiehlt sich aber auch, wenn Sie den gesamten Text handschriftlich zu Papier bringen. Der sicherste Weg ist die Beglaubigung, besser die Beurkundung durch einen Notar.

Sie können die Verfügung einer Person Ihres Vertrauens übergeben (Bevollmächtigter, Hausarzt usw.). Enthält Ihr Schriftstück auch Angaben für den Fall Ihrer gesetzlichen Betreuung oder Wünsche zur Führung einer evtl. späteren Betreuung (Betreuungsverfügung), ist es auf Ihr Verlangen vom Gericht in Aufbewahrung zu nehmen. Für die Entgegennahme und Aufbewahrung ist das Vormundschaftsgericht zuständig, in dessen Bezirk Sie wohnen. In jedem Fall sollten Sie allen Personen Ihre Verfügung übergeben, die gegebenenfalls etwas für Sie zu veranlassen haben. Es ist auch möglich, die Patientenverfügung bei Ihren persönlichen Unterlagen aufzubewahren; dabei sollten Sie jedoch sicherstellen, dass sie rechtzeitig gefunden werden kann
Bestätigen Sie Ihre Patientenverfügung regelmäßig ca. alle 2 Jahre durch Wiederholung der Unterschrift (z.B. im Beisein ihres Arztes mit dessen Unterschrift; neues Datum vermerken! Bitten Sie den Arzt, eine Kopie in Verwahrung zu nehmen!)

Führen sie immer einen Hinweis (z.B. Zettel in Geldbörse) mit sich, der auf die Existenz und den Aufbewahrungsort der Patientenverfügung hinweist.

Beispieltext

(Der Text soll verdeutlichen, worum es geht; er ist für den Einzelfall nicht ausreichend. Evtl. sehen Sie einige Dinge anders als in der Vorlage enthalten und kommen deshalb zu anderen Wünschen bzw. Verfügungen. Individuelle Überzeugungen, Motive und persönliche Erlebnisse, die zu den formulierten Wünschen führen, sollten eingearbeitet werden.):

Ausgangspunkt für die Abfassung dieser Verfügung ist die Erfahrung mit .... (Vater, Mutter, Familienangehörigen, Freund). Diesem/r ist Folgendes widerfahren: .... Ich möchte dies auch / möchte dies nicht

Für den Fall, dass ich durch Krankheit, Unfall oder Behinderung zur Bildung oder Äußerung meines Willens nicht mehr in der Lage bin, erkläre ich:
Solange eine realistische Aussicht auf Erhaltung eines erträglichen Lebens besteht, erwarte ich ärztliche und pflegerische Hilfe unter Ausschöpfung der angemessenen Möglichkeiten
 
Grundsätzlich hat für mich die Lebensqualität Vorrang vor der Lebensverlängerung um jeden Preis

Ich wünsche vom Einsatz lebensverlängernder Maßnahmen, insbesondere intensivmedizinischer Behandlung, abzusehen, die mich daran hindern, in Frieden zu sterben. In jedem Fall erwarte ich eine konsequente Schmerztherapie, auch wenn sie süchtig machen sollte oder lebensverkürzend wirkt.

(oder im Gegenteil:) Ich wünsche, dass alle ärztlichen Maßnahmen ergriffen werden, die möglich sind, mein Leben zu verlängern

Nach Möglichkeit möchte ich in meiner bisherigen, vertrauten Umgebung bleiben können

Im Falle einer schweren Erkrankung oder bei erforderlicher Intensivpflege möchte ich den Beistand eines Geistlichen der Konfession / eines Hospizdienstes: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Zu meiner Beerdigung treffe ich folgende Anordnungen: Mit der Totensorge, Gestaltung der Beerdigung, der Anzeigen, Bestimmung des Ortes der Beisetzung usw. beauftrage ich Frau Maier / Firma Müller

(oder:) über meine diesbezüglichen Wünsche habe ich mit meinem Bevollmächtigten gesprochen, er ist berechtigt, meine Wünsche zu realisieren

Ich bin mit Organentnahmen zum Zwecke der Spende einverstanden/ nicht einverstanden/folgende Organe dürfen entnommen werden:

Ich widerspreche ausdrücklich einer Obduktion/ ich stimme zu.


Ich benenne als Person meines besonderen Vertrauens meinen Freund/meinen Ehemann/meine Tochter (Name/ Anschrift/ Telefon) und bevollmächtige sie, mich rechtlich zu vertreten. Ihr/ihm gegenüber entbinde ich die behandelnden Ärzte von ihrer Schweigepflicht und bestimme, die notwendigen Maßnahmen mit ihr/ihm an meiner Stelle abzusprechen.
Der/die Bevollmächtigte ist berechtigt, Erklärungen (Zustimmungen und Verweigerungen) bei/zu ärztlichen Behandlungen abzugeben.

Er/sie darf in eine Untersuchung meines Gesundheitszustandes, eine Heilbehandlung oder einen ärztlichen Eingriff einwilligen, auch wenn die Gefahr besteht, dass ich dabei sterbe oder einen schweren, länger dauernden gesundheitlichen Schaden erleide. Er/Sie muss dazu die vorherige Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes einholen.”
(Erläuterung: Wenn Sie diesen Baustein nicht in die Vollmacht aufnehmen, wird im Bedarfsfall ein Betreuungsverfahren erforderlich.)

Diese Erklärung befindet sich bei meinen Ausweispapieren/ bei meinem Hausarzt Dr. XYZ, beim Vormundschaftsgericht/ bei der Person meines Vertrauens. Außerdem ist sie hinterlegt bei: .....................................................................................................................................................................


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(Name, Geburtsdatum, Anschrift des Verfassers)

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(Ort, Datum,      Unterschrift des Verfassers)

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(Name, Geburtsdatum, Anschrift des/r Zeugen)

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(Ort, Datum,      Unterschrift, Stempel des/r Zeugen)


Zur späteren Bestätigung der Verfügung:

Im folgenden bestätige ich mit meiner Unterschrift, dass ich den Inhalt meiner Patientenverfügung überprüft habe und sich mein Wille nicht verändert hat.

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(Ort, Datum,      Unterschrift des Verfassers)

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(Name, Geburtsdatum, Anschrift des/r Zeugen)

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(Ort, Datum,      Unterschrift, Stempel des/r Zeugen)


 

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(Ort, Datum,      Unterschrift des Verfassers)

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(Name, Geburtsdatum, Anschrift des/r Zeugen)

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(Ort, Datum,      Unterschrift, Stempel des/r Zeugen)