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NEU: Seit September 2015:
Peerberatung für Menschen in seelischen Krisen bei EX-IN-Trainer und Peerberater Andreas Jung

Der S.u.B. ist seit vielen Jahren bemüht, die Selbstbestimmung von Menschen, die ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht selbst regeln können, und daher eine/n Betreuer/in bekommen haben, zu fördern. Eine Unterstützung auf Augenhöhe ist gut durch Peerberatung gewährleistet. Mit dem neuen Peerberatungsangebot möchte der S.u.B. niedrigschwellige Hilfe für Menschen in seelischen Krisen bereitstellen. Auch hier geht es nicht nur um Hilfe, sondern auch um die Förderung von Genesung und Selbstermächtigung. Näheres dazu finden Sie unter dem Button Peerberatung oder HIER.




Podiumsdiskussion:
Sexuelle Selbstbestimmung und rechtliche Betreuung

Podiumsdiskussion

Es diskutierten: Beatrix Parsons (Gemeinschaft in Kehna) Naxina Wienstroer (fib e.V.) mit Assistentin, Silke Mahr (Wildwasser Marburg e.V., Fachberatungsstelle zu sexueller Gewalt in der Kindheit), Dr. Anna Stach (Moderation, SuB), Dr. Wolfgang Berensmann (Betreuungsrichter a.D.)(von l. nach r.)

Am 17.09.15 richtete der SuB im Beratungszentrum mit integriertem Pflegestützpunkt (BiP) die Podiumsdiskussion “Sexuelle Selbstbestimmung und Betreuung” aus. Als Fachvertreter/innen diskutierten auf dem Podium Dr. Wolfgang Berensmann (Betreuungsrichter a.D.), Naxina Wienstroer (fib e.V.), Beatrix Parsons (Gemeinschaft in Kehna) und Silke Mahr (Wildwasser Marburg e.V., Fachberatungsstelle zu sexueller Gewalt in der Kindheit). Unter Einbeziehung der Besucher/innen entwickelte sich ein lebendiges Gespräch. Im Mittelpunkt standen Aufgaben und Grenzen rechtlicher Betreuer/innen. Das Thema Sexualität, so Dr. Anna Stach, in ihren einleitenden Worten, sei gegenwärtig in pädagogischen Fachkreisen sehr präsent. Der professionelle Umgang werde geschult und reflektiert. In Bezug auf die rechtliche Betreuung werde das Thema Sexualität allerdings nicht so häufig bearbeitet. Rechtliche Betreuung, betonte Dr. Anna Stach, bedeute Unterstützung bei der Gestaltung eines möglichst selbstbestimmten Lebens für Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung ihre Angelegenheiten nicht allein erledigen können. Die Wünsche und das Wohl der Betroffenen sollen im Vordergrund stehen. Betreuung umfasse seit der Gesetzesreform von 1992, die die Entmündigung abgeschafft hat, organisationale Aufgaben und die Unterstützung des Betroffenen bei der Umsetzung seines Rechts auf Selbstbestimmung. Das gelte auch im Hinblick auf den Lebensbereich der Sexualität. Dr. Wolfgang Berensmann (Betreuungsrichter a.D.) betonte, dass Menschen mit Behinderung aus rechtlicher Perspektive uneingeschränkter Zugang zu Sexualität, Partnerschaft, Heirat und Elternschaft zustehe. Weitere Beiträge, die auch aus dem Publikum kamen, verwiesen auf immer noch bestehende Diskriminierungen. Naxina Wienstroer verortete diese vor allem auf struktureller Ebene. Sexuelle Selbstbestimmung, so ein anschließendes Resümee, sei eng verbunden mit den Möglichkeiten und Grenzen der Alltagsgestaltung und den Bedingungen, in denen Menschen mit Behinderung leben. Wichtig sei hier die Reflexion und Sensibilität rechtlicher Betreuer/innen, die auf Wunsch bei der Verbesserung der Lebensbedingungen assistieren sollten. Zu achten sei hier von Betreuer/innen z.B. auf Information über Medikation, die Sexualität stillstellt, oder auf die Wahrung räumlicher Grenzen, die Entspannung, die für Sexualität nötig ist, ermöglicht. Beatrix Parsons umriss dabei Spannungsverhältnisse, die Betreuer/innen in Institutionen austarieren müssen.

Die Haltung von Betreuer/innen, so ein weiteres Resümee an dem Abend, sei von zentraler Bedeutung. Diese sollte respektierend und offen sein. Angemessen sei eine Fragehaltung. Silke Mahr verwies dabei auf die Möglichkeiten, durch Reflexion die eigene Haltung positiv verändern zu können. Mit Blick auf Ängste von rechtlichen Betreuer/innen gab Dr. Berensmann Entwarnung und rief zur Entspannung auf: “Rechtliche Betreuer/innen sind nicht verantwortlich für das, was ihre Betreuten tun.— Und: Menschen mit Betreuer/innen haben abgesehen von der strafrechtlich definierten Grenze das Recht, sich sexuell so auszuleben, wie alle anderen, die nicht als behindert gelten und keine Betreuer/innen haben, auch.




In der letzten Mitgliederversammlung des Vereins für Selbstbestimmung und Betreuung (S.u.B.) hat die Vorsitzende, Frau Almuth Schauer, das Gründungs- und Vorstandsmitglied, Herrn Konstantin Lauer, verabschiedet.

Herr Lauer ist seit der Gründung des Vereins in den erweiterten Vorstand gewählt worden. Das war vor 23 Jahren! Er ist mit den Belangen des Vereins stark vertraut und setzte sich auch in seinen anderen ehrenamtlichen und beruflichen Tätigkeiten für Menschen mit Behinderungen ein. Frau Schauer dankte Herrn Lauer nachdrücklich für die konstruktive Zusammenarbeit, sein Engagement für den Verein und seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Betreuer. Der Vorstand und die Mitgliederversammlung bedauerten sein Ausscheiden aus dem Amt, hatten aber volles Verständnis dafür, dass Herr Lauer nach 23 Jahren aus Altersgründen neue Schwerpunkte in seinem Leben setzen möchte und gaben ihm beste Wünsche mit auf den Weg.

Der Marburger Verein für Selbstbestimmung und Betreuung ist im Beratungszentrum Marburg (BiP) ansässig. Er sucht, berät und schult ehrenamtliche rechtliche Betreuer/innen, führt gesetzliche Betreuungen und übernimmt die Aufgabe, Bürger/innen über rechtliche Vorsorge (Vorsorgevollmachten/Betreuungsverfügung) zu informieren.

Verabschiedung Konstantin Lauer

Almuth Schauer dankt als Vorsitzende dem Vorstandsmitglied Konstantin Lauer für sein über zwanzigjähriges Engagement für den Marburger Verein für Selbstbestimmung und Betreuung.




Unsere Vorsitzende Frau Almuth Schauer wurde für ihr ehrenamtliches Engagement im Marburger Betreuungsverein
mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet!

Gruppenfoto

Almuth Schauer ist Gründungsmitglied des Marburger Vereins für Selbstbestimmung und war zuvor schon in anderen psychosozialen Zusammenhängen engagiert.




Betreuungsverein ehrt Gründungsmitglied und langjährige Vorsitzende

Der Marburger Verein für Selbstbestimmung und Betreuung (S.u.B) ehrte 2013 seine Vorsitzende Almuth Schauer anlässlich ihres 70. Geburtstages für ihren unermüdlichen Einsatz. Seit Gründung des Vereins 1991 gestaltet Frau Schauer aktiv die Geschicke des Vereins mit. Seit 2008 ist sie Vorsitzende des S.u.B. Die Idee zur Gründung eines Betreuungsvereins für Marburg und den Landkreis entstand 1989 in einem Regionalzug auf der Rückreise vom ersten Vormundschaftsgerichtstag in Bad Bevensen bei Lüneburg nach Marburg. Ein Richter des Amtsgerichtes Marburg, zwei Mitarbeiterinnen beim Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf, darunter die Ärztin Almuth Schauer als Leiterin des Sozialpsychiatrischen Dienstes sowie ein Jurist der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. hatten sich dort an der Diskussion über die längst überfällige Reform des Vormundschaftsrechtes beteiligt. Seit 1992 ist die Entmündigung alter, geistig behinderter und psychisch kranker Mitbürgerinnen und Bürger abgeschafft. Das Selbstbestimmungsrecht jedes Menschen ist das Leitbild des Betreuungsrechtes und findet sich im Vereinsnamen des S.u.B. wieder.

Foto von Vereinsvorsitzenden Almuth Schauer und Geschäftsführerin Michaela Weickelt

Vereinsvorsitzende Almuth Schauer erhält ein Präsent überreicht durch Michaela Weickelt

Das deutsche Betreuungsrecht gehört noch heute weltweit zu den modernsten Gesetzen zur rechtlichen Fürsorge für volljährige Menschen. Absoluter Vorrang hat die ehrenamtliche Betreuung durch Familienangehörige der Betroffenen oder durch freiwillig engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger. Kernbereich der Vereinsaufgaben ist die Gewinnung, Einführung, Fortbildung und Beratung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer. Zunehmend wichtiger ist es, die private Vorsorge zu stärken. Liegt eine gültige Vollmacht vor, ist der Weg zum Betreuungsgericht meist nicht erforderlich. Zum Thema Vorsorgevollmacht - Betreuungsverfügung - Patientenverfügung bietet der Verein Beratung und Informationsveranstaltungen in Marburg und im Landkreis an. Ehrenamtliche Betreuer, Familienangehörige und Bevollmächtigte können umfangreiche Angebote des Vereins zum Thema der rechtlichen Vertretung (Betreuung) nutzen. Seit mehr als zwanzig Jahren führt der S.u.B. dafür eine Geschäftsstelle, die seit 2010 im Beratungszentrum BiP zentral in Marburg erreichbar ist. Im BiP ergänzen sich die Angebote von Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf, Beratung zum Persönlichen Budget, Pflegestützpunkt, Wohnberatung, Alzheimergesellschaft Marburg-Biedenkopf und anderer hervorragend.

Mittlerweile hat der S.u.B. mehr als 200 Mitglieder. Sie bringen durch ihre Mitgliedschaft ihre Unterstützung zum Ausdruck, nutzen die Angebote des Vereins und sind als ehrenamtliche Betreuer/innen wesentlich besser haftpflichtversichert. “Noch immer befindet sich der alte Gedanke der Bevormundung in den Köpfen der Menschen” stellt Almuth Schauer fest und erklärt: “Wir möchten den Bürgern deutlich machen, dass es sich bei der rechtlichen Betreuung sehr oft um ein Ehrenamt handelt. Angehörige, aber auch Freunde und sozial engagierte Mitmenschen gestalten es mit viel persönlichem Einsatz zum Wohle des betreuten Menschen. Dieses Engagement wollen wir stärken und anerkennen.”




Vom 08. bis 11. Juli 2013 unternahmen neun ehrenamtliche Betreuer/innen, Mitglieder und Vorstandsmitglieder des SuB gemeinsam mit Geschäftsführerin Michaela Weickelt eine Informationsfahrt ins politische Berlin.

Foto vor dem Brandenburger Tor

Vor dem Brandenburger Tor

Eingeladen hatte die mittelhessische Bundestagsabgeordnete und haushaltspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Grüne Priska Hinz.
Auf dem Programm standen Besuche des Bundesrates, des Bundestages, ein Gespräch mit Frau Hinz, mehrere sehr interessante Stadtrundfahrten durch Berlin, verschiedene Ausstellungen und vieles andere mehr. Alle Beteiligten sagten am Ende der Reise: Es war sehr interessant und gerne fahren wir wieder.




Großes Interesse an Schulungsreihe für rechtliche Betreuer und Bevollmächtigte

Marburg-Biedenkopf – 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schulungsreihe "Hessisches Curriculum für ehrenamtliche rechtliche Betreuerinnen und Betreuer" haben die Schulungsreihe 2013 abgeschlossen und im Landratsamt ihre Zertifikate erhalten.

Abschlussfoto Schulungsreihe 2013

Dr. Karsten McGovern, Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent (vorn 2. von links) überreichte am 01. Juli 2013 die Abschlusszertifikate an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schulungsreihe für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer.

Etwa 3.000 Menschen führen im Landkreis Marburg-Biedenkopf ehrenamtlich eine rechtliche Betreuung für Menschen mit schwerer Krankheit oder Behinderung, die ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst besorgen können. Für diese Menschen muss eine andere Person vertretungsweise rechtlich handeln. Meist sind dies nahe Angehörige. Aber auch Freunde, Nachbarn, Berufskollegen oder andere sozial engagierte fremde Personen übernehmen diesen menschlich überaus wertvollen Dienst, um dem betreuten Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die rechtliche Vertretung durch Bevollmächtigte ist der private Weg und hat immer Vorrang vor einer Betreuerbestellung durch einen Betreuungsrichter. „Rechtliche Vertretung erfordert ein hohes Maß an persönlichem Einsatz und sozialer Kompetenz“, stellte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern anerkennend fest.

Einmal jährlich organisiert der Marburger Verein für Selbstbestimmung und Betreuung e.V. (S.u.B.) in Kooperation mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf eine Schulungsreihe. An acht aufeinanderfolgenden Abenden werden von Fachreferenten Grundlagen des Betreuungsrechtes, der Sozialleistungen nach Sozialgesetzbuch, zu Krankheitsbildern und Behinderungen wie Demenzerkrankungen, geistige Behinderung und psychiatrische Krankheitsbilder sowie Rechte und Pflichten der Betreuerinnen und Betreuer vermittelt. An Betreuer/innen und Bevollmächtigte werden im Alltag vielfältige Anforderungen und Erwartungen gestellt. Manchmal entstehen Spannungsfelder und für manche Situation muss eine Lösung gefunden werden. Die Wünsche des betreuten Menschen haben dabei immer Vorrang, der Betreuer handelt zum Wohle des zu betreuenden Menschen.

Eine Teilnehmerin der Schulungsreihe sagte: „Das Wichtigste ist mir, mit anderen Ihre Erfahrungen in der rechtlichen Betreuungstätigkeit auszutauschen, vielfältige Informationen zu erhalten und zu hören, wie es anderen mit schwierigen Entscheidungen in der Betreuung geht.“ Diese Teilnehmerin wurde während der Schulungsreihe zur Betreuerin für einen 75-jährigen pflegebedürftigen Herrn bestellt. Dies bedeutet, dass sie die erforderlichen Hilfen für ihn organisiert und auch überprüft, wie diese für ihn umgesetzt werden. Es bedeutet aber auch, dass sie einen Menschen und Teile seiner Lebensgeschichte kennenlernt und Verantwortung für ihn übernimmt.

Der S.u.B. steht ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern sowie Bevollmächtigten bei Fragen rund um die rechtliche Betreuung mit Beratung und verschiedenen Fortbildungsveranstaltungen zur Verfügung. Er informiert auch über die Möglichkeiten der rechtlichen Vorsorge durch Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung.

Kontakt und Informationen: S.u.B. im Beratungszentrum BiP | Am Grün 16 | 35037 Marburg
Telefon: (0 64 21) 16 64 65-0 | www.sub-mr.de | Sprechzeiten Mo - Fr: 09.00 Uhr - 12.00 Uhr
Do: 16.00 Uhr - 18.00 Uhr und nach Vereinbarung | Bürgersprechstunden in 14 Städten und Gemeinden.




Bürgersprechstunden rechtliche Betreuung und Vorsorge seit September 2012 in Münchhausen und 13 weiteren Städten und Gemeinden im Landkreis

Die Sprechstunde in Münchhausen findet an jedem 2. Dienstag im Monat
im Bürgerhaus Münchhausen (alte Küche) statt.

Zeitungsausschnitt




Ehrenamtliche rechtliche Betreuerinnen und Betreuer, Bevollmächtigte und Interessierte schließen Schulungsreihe 2012 erfolgreich ab

Am 30.05.2012 überreichte der Bürgermeister von Stadtallendorf, Christian Somogyi, (im Bild zweiter rechts vorn) die Abschlusszertifikate an die Teilnehmer/innen der Schulung 2012, bedankt sich für ihr hervorragendes ehrenamtliches Engagement und wünscht viel Kraft für die bevorstehenden Aufgaben.

Es konnten 20 Zertifikate überreicht werden. Insgesamt besuchten 33 Bürgerinnen und Bürger die Schulungsreihe.

Rechtliche Betreuung erfordert ein hohes Maß an persönlichem Einsatz und sozialer Kompetenz. Sozialrechtliche, medizinische und psychosoziale Kenntnisse sind zur gezielten Einzelfallhilfe wichtig. An sieben aufeinanderfolgenden Abenden vermittelt die Schulungsreihe dafür Basisqualifikationen. Sie findet zweimal jährlich in Kooperation mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf statt. Ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern sowie Bevollmächtigten steht bei Fragen rund um die rechtliche Betreuung die Beratung durch den Marburger Verein für Selbstbestimmung und Betreuung e. V. zur Verfügung.




Artikel über den Wechsel der Geschäftsführung im S.u.B. in mr life vom Mai 2012




Toto von der Übergabe der Geschäftsführung des S.u.B. an Frau Michaela Weickelt im Hinterländer Anzeiger vom 23. April 2012

Zum 01. Mai 2012 übernimmt Michaela Weickelt die SuB-Geschäftsführung / von links: Vorsitzende Almuth Schauer, Werner Englert, Michaela Weickelt, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern / Foto: Andreas Schmidt








letzte Aktualisierung: 01. Dezember 2016